Schwerelos durch die Nacht… (von Hendrik Schmalz)

Im Spätherbst ging es für mich 4 Nächte an ein bekanntes, hart befischtes Szene Gewässer in Nordfrankreich. Konfrontiert mit einem Wassertemperatursturz von 4 Grad in diesen 4 Tagen durch drehenden Wind von Südwest auf eiskalt-Nordwest, Sturköpfigen Jahreskartenbesitzern wodurch ich 2 der 3 Ruten nach der ersten Nacht aus dem heißesten Bereich nahe der Staumauer nehmen musste und obendrein dem Orkan HERWART, welcher mich an seinem Höhepunkt Sonntagmorgen beten ließ, dass es bei meinem Dachschaden bleibt, der mich trotz der Orkanwarnung am Wasser hielt.

Doch genug gemeckert, ich sollte ja belohnt werden.

(Alt bewährt – darauf vertraute ich auch auf meinem Auslandstrip…)

Typisch für die Nordfranzösischen Stauseen, ist auch dieser eher flach, nahezu ohne Struktur und größtenteils tiefschlammigen Boden, hier im Bereich der Staumauer am schlimmsten. Zunächst beköderte ich eine Rute mit einem Single Tuna SC Bodenköder, die Zweite mit einem Tuna Weightless und die dritte mit einem halben Weightless Tuna und etwas weniger als einem halben Natural Pop Up, so dass das ganze bis zum Haken über dem Boden schwebt. Ich vertraue der Tuna Range voll und ganz, die Boilies und Hookbaits arbeiten auch bei kaltem Wasser bestens und nehmen Liquid und Tigernuß-Sud sehr gut auf.

(Mein geliebter Tigernut-Tuna-Liquid Sud. Einfach genial zum saoken der Boilies. Die Tigers müssen schön schleimig sein, dann sind sie genau richtig.)

Gefüttert habe ich großflächig einen Mix aus ganzen und halben Tuna und Lt-Fisch von 16-24mm, gesoaked und gemischt mit einem Sud aus Tigers und Hanf mit einem guten Schuss Tuna Liquid. Der Mix war schleimig zäh wie Kleister, geil!

(Der erste Nachtfrost zog übers Land – und die Dicken liefen an…)

Es kam wie ich es erwartet hatte, in den ersten 24 Std liefen zwei Fische, unter anderem der größte der Session, auf der Rute mit dem penibel austarierten Köder.

(Toller Spiegler der auf meine leichte Falle herein fiel.)

Die Kontrolle der anderen Ruten ergab, dass die Fallen zwar scharf waren aber übel nach Schlamm rochen. Ich war mir jedoch sicher, dass der ganze Weightless Hookbait aufgrund der Gewichtsreduzierung nicht im Schlamm versinkt, aber vermutlich durch die hart beangelten Fische verschmäht wurden, die in den letzten Wochen des herbstlichen Hardcore Angeldrucks schlechten Erfahrungen mit den runden Kugeln machten. Ich rüstete also die zwei anderen Ruten ebenfalls um auf jeweils einen halben 24er Weightless Tuna mit einem Stück Natural Pop Up oder einer zusätzlichen Tigernuss. Auch der halbe Weightless mit der Nuss wiegt quasi nichts.

(Weiter ging es im französischen Landregen…)

Und siehe da, nun brachten alle drei Ruten Fische auch auf den vorher unberührten Plätzen, die ich nun Zwangsweise mit drei Ruten befischen musste, da ich ja teilweise aus meinem ursprünglichen Bereich weichen musste. Die besagten Kollegen boten Ihre normalen Boilies 0815 an und gingen außer ein paar Brassen leer aus.

(Der Ausflug ins benachbarte Frankreich hatte sich wirklich gelohnt…)

Ich fing in den 4 Nächten 6 schöne Fische, der Zweitgrößte natürlich mitten im Sturmhöhepunkt, die kräftige Gegenwehr des Spieglers verhinderte wohl das einfach nach hinten kippen durch die frontalen Windböen, blind vom frontalen Einschlag des Regens in die Augen, aber das verlieh dem Ganzen nochmals  den zusätzlichen  Adrenalinkick, genauso wie wir’s doch alle mögen 😉

In diesem Sinne. Weiterhin Atem, äh schwerelos durch die Nacht!

Hendrik

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