Der Kampf gegen das Sommerloch… (von Benjamin Kessenich)

Eine fast unerträgliche Hitze, dazu stehende Luft die einen ohne jegliche Bewegung zum ölen bringt. Der Luftdruck zeigt seit Tagen Werte von weit über 1020 Hp an und die Wassertemperatur lässt einen eher auf Backfisch hoffen als auf einen unserer geliebten Unterwasserschweine.

(Die wenigen Abende waren vielleicht gemütlich aber ohne jegliche Aktion)

In meiner Kindheit erzählte mir mein Vater immer, dass bei solchen Bedingungen die Karpfen nicht fressen würden und es somit keinen Sinn macht angeln zu fahren. Jedoch behauptete er das auch bei Kälte, Regen und Wind und es machte sich somit in mir schnell die Vermutung breit, dass mein alter Herr eher Ausreden suchte um ausschließlich die „Schönwetterangelei“ zu betreiben. Heute, fast 25 Jahre später sehe ich das natürlich anders, aber die aktuelle Hitze zwingt mich trotzdem zum Umdenken meiner üblichen Gewohnheiten.

(Wenig Marschgepäck ist einer der Vorteile dieser Kurzansitze)

Die kühlsten Temperaturen des Tages erwischt man zwischen 4 und  6:30 Uhr und genau diese 2 ½ Stunden sind die produktivsten des ganzen Tages und diese wollte ich nutzten. In der restlichen Zeit quält man sich in der Regel ohnehin nur auf der Liege von der einen auf die andere Seite um dann vielleicht irgendwann komplett durchgeschwitzt zu den Ruten zu hechten. Meine Angelei in den letzten 2 Monaten bezog sich also auf ca. 4 Stunden im Morgengrauen, mit wenig Futter und noch weniger Gepäck suchte ich Blasenteppiche und springende Fische.

(Kleine auffällige Snowmans sorgten immer verlässlich für Bisse)

Grundsätzlich reichen dann wenige Hände kleiner auffällige Köder die bei warmen Wasser extrem gut arbeiten, halt eine gute Instantwaffe. Diese Art der mobilen Angelei ist zwar definitiv die anstrengendste, aber auch die mit Abstand spannendste und wohl auch lohnenswerteste bei solchen Bedingungen.

(Nach nicht einmal einer halben Stunde lag dieser kleine aber hübsche Schuppi im Kescher)

Dazu kommt noch das schmunzeln auf den Lippen, wenn ich morgens an den Zelten der anderen Angler vorbei laufe und ich schon wenig später die ersten Fische auf der Matte liegen habe, während aus den grünen Behausungen nur ein tiefes Schnarchen zu hören ist. Ich war halt schlicht weg auf Fischsuche während meine Kontrahenten noch tief durch das Land der Träume tanzten.

(Peach Protein Boilies in 16 mm, Ethyl – Alkohol und Buttersäure dazu ein fruchtiges Aroma. Gepaart mit den leuchtenden Lightning Popis)

(Volle Slings gab es an fast jeden Morgen)

Nun jedoch werde ich auch wieder sesshaft, denn so allmählich werden die Tage kürzer und die Temperaturen lassen es wieder zu die Nächte im geliebten Schlafsack zu verbringen. Ich hoffe das auch die Karpfen nun merken dass das große Schwitzen ein Ende hat und sie wieder mit mehr Appetit sich über die Futterplätze schieben, ich drücke uns die Daumen.

(Satte 22,4 Kg und das innerhalb von 3 Stunden Angeln an einem Mittwochmorgen vor der Arbeit.)

Unsere Saison beginnt jetzt erst richtig!

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