The Italien Job… (von Daniel Theinschnack & Svenja Peer)

Endlich (wieder) Urlaub! Aber diesmal weit, weit weg von Zuhause, der Zivilisation und allem was wir kennen. Und da, wie schon im letzten Bericht erwähnt, ein normaler Strandurlaub in einem überfüllten Urlaubsort für uns nicht in kommt, suchten Svenja und ich wieder Zuflucht am Wasser.

(Einfach mal entspannen und abschalten)

Auf der Suche nach einem geeigneten Gewässer kam mir dabei wieder ein Fluss in Erinnerung, der mir schon in der Vergangenheit einige schöne Schuppenträger bescherte. Mit seiner Länge von 650 km ist er der längste Fluss in Italien und bietet mit seinem vielfältigen Fischbestand für fast jeden ein ideales Angelrevier.

Der Name des Flusses? Kurz und leicht zu merken und ohne irgendwelche italienischen Vokabeln, die die meisten sowieso falsch aussprechen würden. Wir dürfen also vorstellen:
der Po.

Um noch einmal einen letzten Blick auf die uns so vertraute Zivilisation zu werfen, nutzten wir auf dem Weg zu unserem Urlaubsziel die Chance und verließen die A57 Richtung Serravalle. Über die Ponte della Libertà erreichten wir dann schlussendlich die wunderschöne Stadt am Wasser.

Noch einmal ein kleines Frühstück und ein kurzer Rundgang durch die Gassen von Venedig. Nach diesem kurzen Umweg fuhren wir sofort nach Serravalle und kümmerten uns um unser eigentliches Ziel.

(Ein letzter Blick auf alles, das uns sonst so umgibt)

Da uns ein guter Freund das Austrian fishing & adventure Camp Serravalle empfahl, buchten wir dort unsere Fischerkarten und ließen uns einige Stellen im großen Fluss zeigen. Stefan, der Besitzer des Camps, suchte uns ein paar Stellen heraus, die vielversprechend aussahen bzw. die auch gerne von den „Einheimischen“ besucht werden.

Er zeigte uns das Gewässer und die Gegend. Uns wurde so einiges über den Fluss erklärt. Neben den Infos wurde uns auch ein Boot zur Verfügung gestellt. Wir erhielten also seine volle Unterstützung.

Ein noch schönerer Anblick war allerdings der kleine Flussabschnitt, der für die nächsten 6 Tage unser Zuhause war. Fast schon paradiesisch war der kleine Strand, der sich am Ufer entlang zog. Das Hochwasser, das vor einigen Monaten noch alles überschwemmte, hatte die Struktur des Flusses stark verändert.

So kam es, dass sich unsere kleine Sandbank vor einer steilen Kante aufbaute und eigentlich einige hundert Meter Flussabwärts sein sollten. Es war uns daher bewusst, dass es natürlich nicht einfach sein wird. Wir machten uns diese Veränderung allerdings zu unserem Vorteil und legten unsere Montagen hauptsächlich zur besagten Kante, die auf 6 m abfiel.

Um unsere Erfolgschancen auf unseren Zielfisch zu erhöhen, wählten wir als Futter eine Kombi aus 20 mm Redfactor und den berühmten Affenkönig. Dazu kamen noch etwas Mais und Tigernüsse, um unseren Flussabschnitt noch attraktiver zu machen.

Das zeigte sich auch in den ersten Tagen. Obwohl es sich bei unseren ersten Fängen eher um „Beifang“ handelte, wussten wir, dass wir am richtigen Weg waren. So kam es, dass es uns in der ersten Zeit zwar gelang ein erstaunliches Exemplar einer Barbe zu fangen und auch einige kleine Welse an Land zu ziehen, unser eigentliches Ziel blieb uns allerdings noch verwahrt.

Erst nach zwei Tagen gelang es meiner wunderschönen Partnerin, Svenja, den ersten Karpfen zu landen. Ein perfekter Schuppi mit makellosen Schuppenkleid. Bei einem solchen ist es wirklich egal, welche Zahl auf der Waage steht. Alleine das Gefühl beim Drill und beim Ablichten dieses Wesens ist einmalig und erinnert uns, warum wir tun, was wir nun mal tun.

(Was für ein Urlaubsbeginn! Der erste Karpfen und gleich so ein Schönling!)

Auch in den darauffolgenden Tagen zeigte sich unsere Taktik als richtige Entscheidung. Wir fingen zwar ab und zu noch ein paar andere Flussbewohner, aber die Karpfen waren auf unseren Plätzen und zeigten sich uns von Zeit zu Zeit. Schlussendlich war es dann aber der Donnerstag, der uns das Highlight des Urlaubs bescherte.

(Feister Schuppi für Daniel)

(Wie sagt man so schön? Klein aber fein)

Als sich die Sonne gerade in den ersten Morgenstunden nach oben kämpfte, wurden wir plötzlich vom so vertrauten Piepston aufgeweckt. Ein unglaublicher Kampf zwischen mir und dem, was am anderen Ende dieser Schnur war. Dann endlich!

Als Svenja den Kescher vor mir öffnete, sah ich einen makellosen Wildkarpfen, der vermutlich noch kein einziges Mal aus dem Wasser gehoben wurde. In diesem Moment wussten wir, dass wir nun endlich die Rechnung für all unsere Mühen erhielten.

(Ein unglaublicher Schuppi mit einem unglaublichen Kampfgeist. Einfach Hammer!)

Abgesehen von dem Wahnsinns Erfolg in Sachen Fische waren wir überglücklich einen solchen Urlaub erlebt zu haben. Die neuen Erfahrungen, die wir in dieser Woche sammeln konnten, nehmen wir mit nach Hause und ich glaube ich kann für uns beide sprechen, wenn ich sage, dass wir uns schon wieder auf das nächste Mal freuen.

Wir wünschen euch noch eine tolle Zeit am Wasser, viele Höhepunkte und ein dickes Petriheil.

(So muss das aussehen…)

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