Die Sache mit den Plagegeistern… (von Marco Beck)

Oft wurde ich in letzter Zeit gefragt, warum ich nur noch Weightless Hookbait aufs Haar ziehe. Meist liegt die Vermutung darin, dass diese leichteren, ja fast schwerelosen Köder von den Karpfen eher ohne Misstrauen genommen werden.

Aufgrund des geringeren Gewichtes verhalten sich angeköderte Hookbaits ähnlicher der lose herumliegenden Boilies am Gewässergrund.

(Fetter Schuppi!)

Natürlich, das kann in dem einen oder anderen Fall schon einen kleinen Vorteil verschaffen, aber das ist nicht der wahrhaftige Grund warum ich fast nur noch Weightless Hookbaits aufziehe.

(Am Anfang war die Skepsis Groß zu den Hookbaits aus der Dose, doch ab und an zog ich mal einen auf)

Alles begann bei einem Trip nach Frankreich mit meinem Freund Andi Heinz. Beide waren wir damals nicht 100%ig davon überzeugt einen solchen Köder aufzuziehen und die vermeintlich besseren, selbstgerollten bei zu füttern.

Natürlich haben wir es ab und an ausprobiert aber wurden nie richtig von den Kugeln aus der Dose überzeugt. Vom Bauchgefühl her waren die Boilies, die man auch fütterte immer die bessere Wahl.

(Mein Kredo war immer das am Haar zu angeln was ich auch Füttere, doch eine passende Dose Hookbaits gehört seit geraumer Zeit einfach dazu. Wie dieses Jahr die Affenkönig Hookers, welche mir eine Vielzahl von Karpfen brachten.)

Das Ganze änderte sich bei einer gemeinsamen Session mit Andi in Frankreich. Wir angelten jeder seine Ruten gestaffelt auf 200 bis 400 Metern, was jetzt nicht das außergewöhnlich ist. Die Besonderheit lag daran das während unserer Anwesenheitszeit ein Ruderwettbewerb stattfand und vor unserer Nase ca. 50 Meter vorm Ufer mehrere Bojen Ketten und große Bojen gespannt wurden.

Von der Tortur unsere Ruten wieder „einzukurbeln“ möchte ich nun nichts erzählen. Nun saßen wir da, die Fische bissen wie am Schnürchen und wir hatten die Ruten an Land. Moven ging nicht, da auf der Gegenseite sich andere Angler niedergelassen hatten und einfach abhauen wollten wir aufgrund der stetigen Fänge auch nicht.

(Was nun – Moven ging nicht – See verlassen wollten wir aufgrund der vielen Fänge und der gastfreundlichen Franzosen auch nicht)

Also inspizierten wir die Bojenketten etwas genauer und stellten Fest das in unserem Bereich keine Seile nach unten gingen und das es sich um abgerundete Seile handelte. Wir beschlossen einfach die Ruten wieder auszulegen über die Bojen hinweg.

Die einzelnen Seile hingen ca.2 Meter unter der Oberfläche, so hatten wir von den Ruderern nichts zu befürchten. Falls wir einen Biss bekommen sollten würden wir mit dem Boot Richtung Fisch fahren und erst nach den Bojen druckaufbauen. Gesagt, getan und weiter gefangen.

(Alles easy mit der Bojenketten und den großen Bojen, nachdem wir sie inspiziert hatten)

Das einzige Problem war, dass die Bisserkennung etwas schlechter war und wir so die einzelnen Piepser der Weißfischaktionen nicht mehr mitbekamen. So kam es des Öfteren vor, dass wir nachdem die Rute keinen Biss produzierte nach ca. 24 Stunden hin ruderten und die Köder inspizierten.

Siehe da, es war nur noch ein blanker Haken vorhanden den wir hochkurbelten. Die Weißfische hatten einfach die weicher werdenden Boilies abgenagt.

(Was nun? Sollten wir tatsächlich andauernd alle Ruten kontrollieren?)

Einzig die zufälligerweise ausgelegte Rute mit dem 24er Weightless Hookbait war noch völlig in Takt. So beschlossen wir alle Ruten umzurüsten und nur noch die großen Hookbaits aufzuziehen.

Da wir auf die Rute mit dem Hookbait auch schon Fische gefangen hatten war unser Gefühl zu diesem Vorgehen doch recht gut aber ein bisschen Skepsis blieb bestehen.

Doch besser robuste Köder im Wasser zuhaben als gar keine, dachten wir uns. Schließlich konnten wir ab dem Einsatz der Hookbaits bei der Session keinen Unterschied zu der bisherigen Biss-Frequenz feststellen. Seit dieser Situation sind wir beide doch sehr angetan von den Ködern aus der Dose.

(Siehe da es lief dennoch einfach weiter und das Vertrauen wuchs stetig und auch die Dicken ließen sich weiter überlisten.)

Seither setzte ich mein blindes Vertrauen auf die Hookbaits. Gerade in den letzten beiden Jahren verbreiten sich in einigen Seen meiner Region die Schwarzmeergrundeln. Diese kleinen Biester machen aus einem „normalen“ Köder kurzen Prozess und man hat schnell eine unfängige Montage. Wer sie schon kennt, weiß wovon ich rede.

Es lässt einen bedeutend besser schlafen, wenn man weiß, dass man am anderen Ende der Schnur weiterhin einen Köder am Haar hat, denn Piepser bekommt man meist keine wenn diese Plagegeister aktiv sind. Ich musste leider auch schon feststellen, dass diese Biester auch Popups zu nichte machen.

(Nichts scheint vor ihnen sicher zu sein – außer unsere Hookbaits!)

Also wird einfach ein Weightless Hookbait aufgezogen und schon schläft es sich ruhiger. Probiert es einfach aus und macht euch die Vorteile der Resistenz gegen Plagegeister und auch des schwerelosen Verhaltens unter Wasser zu Nutze!

(Ein weiterer Fisch aus diesem Jahr, der sich einen Affenkönig Hookbait aus der Dose reinzog)

Übrigens führen wir zu nahezu allen unseren Boiliesorten die beliebten Weightless Hookbaits. Diese passen übrigens auch zu vielen anderen Boilies.

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