Freund des Hauses Fabian Reichstein sendete uns einen tollen Bericht über seine Frankreich Abenteuer aus 2024 zu:
„Auch in diesem Herbst ging es für mich wieder ins Burgund, dem Herzen Frankreichs. Geplant waren zwei Wochen, den Anfang machte ich wieder an einem Fluss. Bei bestem sommerlichen Wetter erreichte ich meinen Zielort, es waren keine weiteren Karpfenangler auf dem Abschnitt, also perfekte Bedingungen. Ich wollte zwei Nächte machen, bevor es dann an einem großen Stausee weiterging. Schon am ersten Abend lief plötzlich eine Rute ab und ein kleiner Spiegler lag im Netz. Es ist immer ein beruhigendes Gefühl, wenn nach kurzer Zeit der erste Fisch gefangen ist, so ist man dem Blank entronnen und die Zeichen deuten auf Erfolg. Genauso so war es dann am frühen Morgen des nächsten Tages, als mich der Bissanzeiger unsanft weckte. Diesmal lag ein richtiger Flusskämpfer im Kescher, ein langer und kräftiger Schuppi mit 19 Kg. Danach tat sich nicht mehr viel Gutes, außer den obligatorischen Nervensägen eines Flusses in Arten genannt: Döbel, Brasse, Plötze und Barbe. Immerhin kein Waller ☺ Das Wetter kippte, im leichten Regen packte ich das Auto und es ging weiter…
Am neuen Ziel wurde ein guter Platz bezogen, mit möglichst wenig anderen Anglern in der Nähe. Dieser See ist gut besetzt mit Karpfen und auch hier dauerte es nicht lange, bis der Erste ablief. Ich fing in den nächsten Tagen etliche Fische, sogar einen mit 20 Kg und ein paar knapp da drunter, ich war sehr zufrieden. In diesem See sind unglaublich viele Fische zwischen 5 und 10 Kg, also gilt es sein Angeln darauf einzustellen. Überrascht war ich, dass ich gerade in den ersten zwei Nächten richtig gute Karpfen fing, danach wurden sie dann deutlich kleiner. Im Einsatz hatte ich die besten Frankreich Köder aus der Range, Dosenmais Boilies und Dickenmittel. Als Hookbaits hatte ich nur 24mm Boilies dabei, da diese Größe locker die Nacht überstand, bevor die Zwergwelse sie zu sehr abgenagt hätten. Alles lief perfekt, nur das Wetter nervte brutal. Es regnete jeden Tag, manchmal in Schauern, manchmal auch nonstop! Es war schon Glück, wenn man die nassen Jacken trocknen konnte. Dazu kam kalter Wind und dementsprechend auch der Temperatursturz. Bei meiner Ankunft waren es 26°, ein paar Tage später nur noch höchstens 12°.
Zum folgenden Wochenende movte ich noch einmal an einen kleineren Stausee, um aus dem eisigen Wind zu verschwinden, der mittlerweile auf Osten gedreht hatte und wirklich ekelig war, selbst nachts purzelten jetzt die Temperaturen und es war nur noch knapp über null Grad. Letztes Jahr war ich zur selben Zeit am See, da allerdings bei sommerlicher Hitze im Herbst mit traumhaften Temperaturen tagsüber. Zumindest lief es auch hier munter weiter, lediglich fing ich deutlich kleinere Karpfen. Ich blieb noch bis zum Montag und beschloss dann die Segel zu streichen, der Wetterbericht meldete wieder mehr Regen und Kälte für die kommenden Tage, ich hatte genug davon. Mit meinen Fängen konnte ich bis jetzt zufrieden sein, nach 9 Nächten Angeln hatte ich 25 Karpfen gefangen, leider auch drei Fische verloren. Laut fluchend packte ich mal wieder im Nieselregen das ganze Gerödel zusammen und trat den Heimweg an.
That´s life, that´s Carpfishing.
Herzliche Grüße, vielen Dank für’s Lesen
Fabian Reichstein“
Die Redaktion: „Danke für einen weiteren, tollen Bericht und einen Einblick in deine Abenteuer Angelei lieber Fabian! Hoffentlich kommst du 2025 genauso oft ans Wasser und bleibst weiterhin erfolgreich.“
Mehr von Fabian Reichstein: https://naturebaits.de/blog/tag/fabian-reichstein/
Karpfenangeln in Frankreich: https://www.youtube.com/@JanBrauns









