Sternstunden im Nordosten: Das große Finale vor der Karpfenhochzeit
Das erhofft sich doch jeder Karpfenangler jedes Jahr aufs Neue: Genau das kurze Zeitfenster zu erwischen, in dem der Frühling aufs große Finale zusteuert. Die Phase, in der sich die Fische noch einmal so richtig die Bäuche vollschlagen, ehe sie Hochzeit feiern. Das klappt wahrlich nicht immer – aber dieses Jahr war uns das Anglerglück absolut hold!
Los ging es für Paddy und mich Ende Mai in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Nach einem kurzen, obligatorischen Zwischenstopp bei Adventure Fishing und Szene-Urgestein Sascha Pingel ging es auch schon direkt weiter ins gelobte Land.


Der Schlachtplan: Taktik und Futterstrategie
Mit im Gepäck hatte ich reichlich der legendären Bloodworm-Boilies sowie einige Kilo Mad Max, die ich bereits vorab zu Hause mit reichlich Boilie Aktivator präpariert hatte. Am Gewässer unserer Wahl angekommen, wurde nach einer kurzen Ortsbegehung sofort ein cleverer Schlachtplan geschmiedet.
Wir legten in Wurfweite einen großangelegten Futterplatz an. Um unsere Erfolgschancen zu maximieren, verteilten wir die Ruten zunächst breit gefächert in unterschiedlichsten Tiefen und Distanzen.


Daueralarm im ersten Licht des Tages
Wir harrten der Dinge – doch lange warten mussten wir glücklicherweise nicht. Schon in den frühen Abendstunden meldete sich mein Bissanzeiger das erste Mal. Leider stieg der Fisch kurz vor dem Kescher aus. Die anfängliche Enttäuschung verflog jedoch blitzschnell, denn nun kam erst richtig Bewegung in die Sache!
In schöner Regelmäßigkeit standen wir in der Folgezeit mit gekrümmter Rute im Wasser. Besonders der zweite Morgen wird uns wohl noch ewig in Erinnerung bleiben: Um kurz nach 4 Uhr ging der Tanz im ersten Licht des Tages los.


Wenn der Futterplatz kocht
Die Fische gaben sich ein echtes Stelldichein auf unserem Futterplatz. Fast im Minutentakt liefen in den nächsten zwei Stunden die Ruten ab – wir kamen phasenweise kaum noch hinterher! Etliche Prachtexemplare fanden dabei den Weg in unsere Kescher und sorgten für absolute Ausnahmestimmung auf der Matte.
In den kommenden Tagen nahmen die Bissfrequenz und das Gewicht der gefangenen Fische dann kontinuierlich ab. Für unsere beschuppten Freunde begann unübersehbar das Liebesspiel. Wir gönnten es ihnen von Herzen und traten zufrieden die Heimreise an.
Wir fuhren mit einem breiten Grinsen im Gesicht, randvollen Speicherkarten und der Erinnerung an eine Frühjahrssession nach Hause, die mal so richtig nach Plan verlief!
Grüße,
Philipp Magenheimer
Die Redaktion: „Vielen Dank an Philipp für diesen packenden Bericht und den großartigen Einblick in eine absolute Ausnahmesession im Nordosten. Wir gratulieren dir und Paddy ganz herzlich zu diesen herrlichen Frühjahrs-Prachtexemplaren und wünschen euch weiterhin eine gute Zeit am Wasser!“


Auch Naturebaits war bereits im Norden von Deutschland unterwegs und hat für euch eine ganz eigenen Serie auf YouTube veröffentlicht:

